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Wie sinnvoll ist ein Anleihen-ETF?

ETFs sind in aller Munde – aber gibt es die auch für Anleihen? Wie sinnvoll sind solche Anleihen-ETFs?

Ohne Frage, die Anlageklasse der Anleihen in einem Portfolio, spielt eine wichtige Rolle. Da jedoch viele Staatsanleihen und auch einige Unternehmensanleihen mit guter Bonität im aktuellen Niedrigzinsumfeld negativ oder nur minimal positiv rentieren, ist es fragwürdig, ob Anleihen ETF sinnvoll sind.

Zudem sind viele Unternehmensanleihen nur mit einem Minimalbetrag von 100.000 Euro handelbar. Für eine breite Diversifizierung des Portfolios eines Privatanlegers fallen sie somit aus. Es gibt aber auch bei kleinen Portfolios eine Möglichkeit, in Anleihen ebenfalls breit diversifiziert zu investieren.

Sind ETF Anleihen sinnvoll

Börsennotierte Fonds (ETFs) gibt es ebenfalls für Anleihen. Die breite Streuung wird mittels Exchange Traded Funds auf Anleihen-Indizes erzielt, auch Renten-ETFs genannt. ETFs sind an der Börse handelbare, meist passive Investmentfonds. Passiv deshalb, weil die Anleihen-ETFs einen Index nachbilden und auf ein aktives Fondsmanagement verzichten. Das senkt die Kosten für den Anleger.

Auf dem Markt sind Hunderte von Anleihen-ETFs erhältlich. Daher ist es sinnvoll, sich vorab zu überlegen, welche Form von Anleihen durch den Index repräsentiert werden sollen. Doch hier hat man die Qual der Wahl.

Ein Anleihen-Index ist eine Zusammenstellung mehrerer Anleihen einer bestimmten Region, einer Risikokategorie oder der gleichen Art des Anleihen-Typus

Beispiele sind unter anderem:

  • Staatsanleihen-Index
  • Pfandbriede-Index
  • Wandelanleihen-Index
  • Unternehmensanleihen-Index
  • Hochverzinsliche Unternehmensanleihen (High Yields) Index

Setzt man dabei auf hohe Sicherheit wie zum Beispiel Staatsanleihen in der Eurozone oder Staatsanleihen aus den USA, dann ist die zu erwartende Rendite sehr gering oder liegt nahe bei Null.

Wer mehr Rendite möchte, muss etwas mehr ins Risiko gehen und sollte zum Beispiel auf einen Index von Unternehmensanleihen setzen. Soll mehr als 5% Rendite erzielt werden, kann der Anleger einen Index von hochverzinslichen Anleihen, sogenannten High-Yields, in Erwägung ziehen. Denkbar ist auch eine Kombination von mehreren Indizes und damit ETFs, da diese in sehr kleinen Mindestgrößen handelbar sind.

Bekannte Indizes im Anleihensegment sind zum Beispiel folgende drei Anleihen-Indizes:

  • FTSE MTS Eurozone Government Broad Investment Grade
  • Bloomberg Euro Corporate Bond Index
  • iBoxx MSCI ESG USD FRN Investment Grade Corporates

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Physische oder synthetische Index-Replikation?

Ein Anleihen ETF bildet die Wertentwicklung eines Anleihen-Index nach. Dies geschieht entweder mittels physischer oder durch eine synthetische Nachbildung. Bei Letzterer erfolgt die Index-Nachbildung über ein Tauschgeschäft (“Total Return Swap”). Dabei schließt der ETF einen Vertrag mit einem Finanzinstitut ab, das sich dazu verpflichtet, dem ETF im Tausch gegen eine Gebühr die Indexrendite auszuzahlen.

Die physische Nachbildung bedeutet, dass der ETF die im Index vertretenen Titel auch kauft, und zwar im gleichen Verhältnis, wie sie im Index enthalten sind. Anleger, die nun also in den ETF einzahlen, investieren also tatsächlich in die Titel, die im Index vorhanden sind. Wenn der Index die Auswahl oder Gewichtung seiner Titel anpasst, zieht der ETF jedes Mal automatisch mit.

Kosteneffizienz von ETFs

Der ETF zielt darauf ab, diesen Index renditetechnisch nachzubilden, und zwar mit maximaler Kosteneffizienz. Das geschieht insbesondere dadurch, dass die Nachbildung automatisiert abläuft und kein Fondsmanagement dahinter sitzt und dies manuell steuert. Das ist anders als beispielsweise bei Rentenfonds, die sich auch auf Anleihen konzentrieren, aber aktiv verwaltet werden. Die durchnittliche Gesamtkosten von Rentenfonds liegen bei 0,90% jährlich. Die Kosten eines Anleihen-ETFs liegen bei nur 0,48%, also rund der Hälfte.

Vergleich von Fonds und ETF

Kurszuwächse & Risikoeinstufung eines Anleihen-ETFs

Die Rendite des Anleihen-ETFs kommt durch die Zinsen der Anleihen sowie durch potenzielle Kursgewinne der Anleihen zustande. Eine durchschnittliche Rendite im Jahr in Prozent lässt sich daher nur schwer definieren. Zinsen, wie wenn man direkt in Anleihen investiert, bekommt man bei Anleihen-ETFs nicht. Alle Gewinne fließen gesammelt ins Fondsvolumen und werden meist reinvestiert („thesaurierender ETF“). Die Gewinne des Anleihen-ETFs entstehen für den Anleger dann durch eine Steigerung des Kurses bei Verkauf.

Generell gilt, dass ein ETF immer das Risiko der einzelnen Titel (der Underlyings) im Index widerspiegelt. Das Risiko eine Anleihen-ETFs kann als überschaubar eingestuft werden, da Anleihen guter Bonität nicht zu den riskanteren Investitionen zählen wie beispielsweise Aktien. Sie weisen aber dennoch ein höheres Risiko als etwa die klassischen Sparformen wie Tagesgeld und Festgeld auf. Grundsätzlich gilt, dass je länger die Laufzeiten der im ETF gehaltenen Anleihen ist, deso grösser wird die Schwankungsintensität des ETF-Kurses.

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Einschätzung von Genève Invest – Für wen ist ein Anleihen ETF sinnvoll?

In größeren Portfolios ist es sinnvoller, die Anleihen-Komponente mit Direkt-Investitionen darzustellen. Nur diese generieren einen kalkulierbaren Cashflow.

Anleihen-ETFs sind ein probates Mittel, um auch in kleineren Portfolios die Anleihenseite effizient und kostengünstig abzudecken und somit Sicherheitskomponenten ins Portfolio einzubauen.

Gemäß der langjährigen Erfahrung von Genève Invest ist es in größeren Portfolios hingegen sinnvoller, die Anleihenseite mit einzelnen Direktinvestments in Anleihen darzustellen, da nur diese vorhersehbare und kalkulierbare Zinskupons zahlen und mit den feststehenden Fälligkeiten einen hohen Cashflow generieren, was insbesondere bei Ruheständlern sehr beliebt ist, um ein regelmäßiges Zusatzeinkommen zu generieren.

Dementsprechend können wir nicht behaupten, dass ein Anleihen ETF sinnvoll ist, da Anleihen-ETFs die eben genannten Funktionen nicht ausreichend erfüllen können.

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