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Festgeld und Zinsen

FESTGELD UND ZINSEN

Mit einem Festgeld als Termineinlage überlässt ein Anleger einen bestimmten Betrag für einen vorher definierten Zeitraum einem Geldinstitut. Dafür wird der Anleger von dem Geldinstitut mit einer Zinszahlung entschädigt. Die Zinszahlung erfolgt am Ende der Laufzeit des Festgeldes mit der Rückzahlung des überlassenen Betrages. In normalen Zinsphasen gilt prinzipiell, dass je länger die Laufzeit des Festgeldes ist, umso so höher wird der Zinssatz sein. Es kann aber auch Ausnahmen von dieser Regel geben, denn Festgeld und Zinsen bilden einen sehr komplexen Themenbereich der Finanzwelt.

Aber wie wird der Zinssatz des Festgeldes festgelegt?

Generell wird der Zinssatz durch eine vertragliche Einigung zwischen Bank und Anleger festgelegt. Dabei orientiert sich der Zinssatz an den Marktzinsen der jeweiligen Laufzeit. Ein Marktzins entsteht durch Angebot und Nachfrage. Diese wiederum orientieren sich an den Leitzinsen der Zentralbank, die die kurzfristigen Zinsen für die Refinanzierung von der Zentralbank und Einlagen der Banken bei der Zentralbank bestimmt. Der Leitzins bestimmt somit den Zinssatz des Tagesgeldes für eine Einlage über Nacht. Bei kurzfristigen Festgeldern mit Laufzeiten von 1, 3 oder 6 Monaten weichen die Zinssätze somit nur geringfügig vom Leitzins der EZB ab. Der aktuelle Leitzins der EZB der für Festgelder relevanten sogenannten Einlagenfazilität liegt seit September 2019 bei -0,5% p.a. Zinssätze werden der vergleichbarkeitshalber immer pro Jahr angegeben, was mit dem Zusatz „p.a.“ signalisiert wird.

Festgeld und Zinsen

FESTGELD UND ZINSEN IM LANGFRISTIGEN VERGLEICH

Bei mittel- und langfristigen Zinsen werden die Abweichungen vom Leitzins in der Regel immer grösser, da diese Zinsen hauptsächlich durch Angebot und Nachfrage bestimmt werden. Angebot und Nachfrage wiederum ergeben sich durch Zinsänderungserwartungen der Marktteilnehmer für die Zukunft. Die jeweiligen Zinssätze der verschiedenen Laufzeiten miteinander in Relation ergeben die sogenannte Zinsstrukturkurve. Ein Beispiel für eine Zinsstrukturkurve von Festgeld in der aktuellen Marktphase ist:

Festgeld mit einer Laufzeit von:

1 Monat: 0,15% p.a.
3 Monaten: 0,20% p.a.
6 Monaten: 0,30% p.a.
12 Monaten: 0,50% p.a.
2 Jahren: 0,85% p.a.
5 Jahren: 1,00% p.a.
10 Jahren: 1,2% p.a.

Die aktuelle Zinskurve für Festgeld spiegelt somit der Zinserwartungen der Marktteilnehmer wider, dass sich am aktuell extrem niedrigen Zinsniveau in absehbarer Zeit nicht viel ändern sollte.  Die Kurve ist noch leicht ansteigend allerdings dabei sehr flach. Die ist erkennbar daran, dass der Zinssatz auch für längerfristige Festgelder noch immer sehr niedrig ist und auch kaum höher liegt als für kurzfristige Festgelder.

Würden die Marktteilnehmer einen deutlichen Zinsanstieg in der Zukunft erwarten, dann würden sich Angebot und Nachfrage beim Festgeld verändern. Die kurzfristigen Zinssätze würden steigen und gegebenenfalls sogar über dem Niveau der mittel- und längerfristigen Festgeldzinsen liegen. Die Zinsstrukturkurve würde invers werden. Wenn die Zinsen steigen, wird es immer unattraktiver werden Festgeld heute mit sehr niedrigen Zinsen langfristig anzulegen. Umso attraktiver würde es werden Festgeld kurzfristig anzulegen, weil ja schon mit der nächsten Fälligkeit des Festgeldes höhere Zinsen locken. Eine beispielhafte Zinsstrukturkurve, wenn die Teilnehmer einen Zinsanstieg erwarten, könnte ungefähr so aussehen:

Festgeld mit einer Laufzeit von:

1 Monat: 0,50 % p.a.
3 Monaten: 0,75% p.a.
6 Monaten: 1,00% p.a.
12 Monaten: 1,50% p.a.
2 Jahren: 1,6% p.a.
5 Jahren: 1,5% p.a.
10 Jahre: 1,2% p.a.

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UNSERE EINSCHÄTZUNG ZU FESTGELD UND ZINSEN:

Wie am vorangegangenen Beispiel zu erkennen war, sind die Festgeldzinsen aktuell sehr niedrig und selbst ein moderater Zinsanstieg würde Festgeld noch immer nicht besonders attraktiv erscheinen lassen. Vor allen Dingen auch deshalb, weil ein Zinsanstieg meist mit höherer Inflation einhergeht bzw. von dieser verursacht wird. Und vor genau dieser Situation steht momentan ein Festgeldanleger. Die Inflation droht im Euroraum auf 4-5% dieses Jahr zu steigen und das einjährige Festgeld zahlt 0,5% Zinsen aus.

Die Inflation beträgt also ein Vielfaches der Rendite des Festgeldes, dessen Zinszahlungen in den meisten Fällen auch noch versteuert werden müssen. Das ein Anlageverlust mit Ansage und macht wenig Sinn! Ein erfahrener Anlageberater des Vermögensverwalters Genève Invest kann Ihnen gerne Anlagealternativen mit attraktiveren Zinsen und Renditen vorstellen und freut sich darauf mit ihnen zu sprechen. Klicken Sie hier, um ein unverbindliches Beratungsgespräch zu vereinbaren.

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